Wer ich bin

Ich bin in St. Gallen geboren und im kleinen Weiler Oberarnegg auf dem Land aufgewachsen. Mit sechs Jahren bin ich mit meiner Familie nach Benin (Westafrika) gezogen, wo meine Eltern ein humanitäres Projekt der Stiftung Faaba aufgebaut haben. Wir lebten während fünf Jahren im Busch und führten ein sehr anderes Leben als in der Schweiz. Ich erinnere mich sehr gerne an die Zeit zurück, als ich immer barfuss durch die Büsche rannte, die Mangos direkt vom Baum pflücken konnte und eine meiner Freizeitbeschäftigung das Jagen von Hühnern war.

Mit elf Jahren kam ich mit meiner Familie zurück in die Schweiz, wo ich die Sekundarschule und danach die Kanti besuchte. Jetzt studiere ich an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen, wo ich voraussichtlich im Januar 2020 den Master erlangen werde. Danach möchte ich als Oberstufenlehrerin arbeiten.


Wie ich zum Sprint kam

Ich habe einen eher untypischen Weg dahin gemacht, wo ich jetzt stehe. Als Kind hatte ich mit Sport nicht viel am Hut. Ich war eher die Leseratte, die sich stundenlang selbst unterhalten konnte. Ganz anders waren meine Schwestern, die schon in der Primarschule im Dorfverein Volleyball spielten. Mit 12 Jahren fand ich dann doch, dass ich mit einem Sport beginnen sollte, und so besuchte ich den Leichtathletikverein LA Gossau. Ich hatte allerdings eher Mühe mit der Tatsache, dass ich in allen Disziplinen trainieren und Wettkämpfe bestreiten musste. Ich konnte mich mit den Wurf- und Ausdauerdisziplinen gar nicht anfreunden und hörte dann ziemlich schnell wieder auf. Während einigen Jahren lag ich dann sportlich eher wieder auf der faulen Haut, bis dann mit 17 Jahren mein Vater mich darum bat, doch etwas Sinnvolles mit meiner Freizeit anzufangen. Also entschied ich, mich der Sprintgruppe des LC Brühl Leichtathletik anzuschliessen. Das gefiel mir sehr gut, und ich war von Jahr zu Jahr motivierter, mehr in die Trainings zu investieren. Es hat sich gelohnt.


Meine Trainingssituation

Dualkarriere: Studium und Leistungssport

Mein Studium an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen, neigt sich dem Ende zu. Bald halte ich mein Masterdiplom in der Hand und bin ausgebildete Oberstufenlehrerin. Somit kann ich mich ab dem Jahr 2021 zu 100% auf meine sportliche Karriere konzentrieren. Nach dieser Karriere werde ich dann voraussichtlich in den Lehrerberuf, der nach dem Spitzensport schon immer mein Traumberuf war, einsteigen.